Es schlug ein wie ein Blitz!

von Heike Papenfuss (Kommentare: 0)

Die „mala leche“ muss keine schlechte Milch sein und ein „flechazo“ ist meist nicht wirklich gefährlich… Amüsante Redewendungen in der spanischen Sprache.

Der ein oder andere weiß ja mittlerweile von meiner Begeisterung für die spanische und französische Sprache. Generell finde ich es sehr spannend und faszinierend eine neue Sprache zu lernen. Jede Sprache hat ihre Besonderheiten und über die Sprache lernen wir viel über Land und Leute. So lassen sich manche Worte leicht von einer Sprache in die andere übersetzen, mit anderen tut man sich schwer. Ein schönes Beispiel ist die sprichwörtliche deutsche Gemütlichkeit, bei der es schwerfällt, ein französisches oder spanisches Wort zu finden, das dieses Lebensgefühl richtig wiedergibt. Andere deutsche Worte, wie der „Kompost“, haben die Spanier einfach so in ihren Sprachgebrauch übernommen.

Amüsant wird es, wenn man sich manche Redewendungen anschaut. Hat ein Spanier schlechte Laune, ist er „de mala leche“ (schlechte Milch), ist etwas kinderleicht, dann ist es „pan comido“ (gegessenes Brot). Aber es gibt auch deutsche Ausdrücke, die Spanier genauso verwenden, etwa: más vale tarde que nunca (besser spät als nie). Böse Zungen könnten nun behaupten, dass die Spanier die Redewendung auch tatsächlich brauchen, weil sie gerne mal zu spät zu einer Verabredung kommen. Deutlich mehr Leidenschaft als im Deutschen kommt beim Thema Liebe auf. Während wir von der Liebe auf den ersten Blick sprechen, war es bei den Spaniern ein „flechazo“, ein Pfeilschuss und bei den Französen ein Blitzschlag, „un coup de foudre“.

Während die Deutschen (die) Eulen (bis) nach Athen tragen, als Ausdruck dafür etwas vollkommen Überflüssiges zu tun, bleiben die Spanier im eigenen Land und tragen Holz in die Berge: llevar leña al monte.

Wenn der Deutsche fix und fertig ist, fühlt sich der Spanier gleich zu Staub reduziert: estoy hecho polvo. Was wiederum eine Pfeife damit zu tun hat, dass man gerade eine tolle Zeit hat, ist mir ein Rätsel: Me lo paso pipa!

„… und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“, heißt es hierzulande nun eher sachlich am Ende der Geschichte und dem ist nicht viel hinzuzufügen. Besser gefällt mir da die hedonistische Variante der spanischen Sprache: … y fueron felices y comieron perdices.“ Sie waren glücklich und aßen Rebhühner. So lässt sich die Ewigkeit aushalten, mit einer kleinen Variation für Vegetarier und angereichert mit einem flechazo!

Hasta luego, à bientôt und bis bald!

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